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Bei den Hasenschreck-Springern gibt es in der Regel einmal im Jahr Nachwuchs.
Das hat den Vorteil, dass sich die Grasnarbe im Aussenzwinger erholen kann – nach einem grossen Wurf sieht das dort nämlich nicht mehr sehr schön aus:-) Fleissiges Mähen und eine kleine Düngergabe bringen den „Rasen“ wieder auf Vordermann und sorgen dafür, dass eine Ausbreitung von z.B. Wurmlarven, nicht stattfinden kann.
Gras kann man bekanntlicherweise nicht desinfizieren.

Die Welpen wachsen bis zur fünften Lebenswoche im Haus auf und ziehen dann in ihr kleines Reich im unteren Stock, von wo aus sie direkten Zugang zum Plattenzwinger und etwas später auch zur Wiese haben. Dort gibt es Büsche, einen hohlen Baumstamm und sonstige Verstecke, man sieht auf die kleine Durchgangsstrasse mit dem landwirtschaftlichen Verkehr und den vielen Spaziergängern an den schönen Wochenenden, mit und ohne Hunde.

Am Anfang ist Mama immer dabei, später kann man sehr gut alleine spielen!

Besuch ist jetzt sehr wichtig: seien es die neuen Besitzer oder freundliche Kinder aus dem Bekanntenkreis.

Bei ganz schlechtem Wetter kann man auch drin spielen und da helfen ab und zu auch die Katzen mit! Merke: wenn’s der Katze zu viel wird, dann haut sie ab!

Ums Haus herum gibt es für die grösseren Welpen viel zu entdecken, z.B. das Wasser unseres Teiches.
Oder – noch etwas später – das Schwimmen in der Thur!

Wenn die Welpen ca.10 Wochen alt sind, nehme ich sie einzel in den Hühnerstall, wo eine kleine Herde japanischer Zwerghühner ihr Reich hat. Die kaum etwas mehr, als ein Pfund schweren, zutraulichen Hühnchen, können sich im Handumdrehen in feuerspeiende Drachen verwandeln, wenn es die Situation erfordert, dann nämlich, wenn die kleinen Hennen ihre winzigen Küken führen. Diese Verwandlung ist für einen jungen Welpen sehr eindrücklich und er wird es sich – jedenfalls für längere Zeit – überlegen, ob Hühner wirklich jagdbares Wild sind!

Bevor die „Kinder“ uns verlassen, machen wir kleine Ausflüge per Auto ins Grüne, mit Vorteil in eine Ecke, wo keine Strasse in der Nähe ist, nicht zuviele Spaziergänger unterwegs sind und vor allem keine fremden, welpenungewohnten Hunde zirkulieren. Welpen in diesem Alter laufen allem nach, was sich bewegt und es ist ausserordentlich schwierig, eine Bande von mehr als fünf jungen Hunden zusammen zu halten, wenn es zuviel Ablenkung gibt. Nicht jeder erwachsene Hund mag es, wenn ein paar Welpen frohgemut auf ihn zustürzen, um an seinen Ohren oder seiner Rute zu ziehen! Diesen Problemen muss man am Anfang ausweichen, es wird später noch genügend Zeit geben, die jungen Hunde an schwierige Situationen zu gewöhnen.